Entlebucher Tagebuch – Donnerstag, 15. Oktober 2026. Morgens drehte ich mit dem alten Mann noch die kleine Runde bei Oma. Ich las die Nachrichten am Wegrand und steckte die Nase noch einmal gründlich ins Gras. Der alte Mann blieb jeweils am anderen Ende der Leine stehen und wartete, bis ich fertig war.

Zurück bei Oma wurden unsere Sachen zusammengepackt und zum Auto getragen. Ich suchte mir einen Platz, von dem aus ich die Arbeiten überwachen konnte. Als auch meine Decken eingeladen wurden, behielt ich die Tür im Auge. Beim nächsten Gang des alten Mannes stand ich vorsichtshalber schon daneben.

Dann folgte die lange Fahrt. Ich richtete mich auf meinen Decken ein und machte die Augen zu. Bei McDonald’s legten wir einen Stopp ein. Dort sprangen genug Kinder herum, die man zur Ordnung hätte rufen können. Ich war allerdings nur auf der Durchreise und sah mich nicht als zuständig an. Erst als ein Mann zu wenig Abstand hielt und mich auch noch ansprach, musste ich mich doch um etwas kümmern. Ich wurde kurz deutlich.

Zu Hause ging es noch auf eine kleine Feldrunde. Endlich wieder die vertrauten Gerüche. Ich prüfte die Stellen am Feldrand und zog ein paar große Kreise über die Wiese. An manchen Punkten blieb ich länger stehen. Hier war während unserer Abwesenheit offenbar einiges los gewesen. Die vollständige Revierkontrolle würde trotzdem erst morgen erfolgen. Für heute reichte es bis zur nächsten weichen Liegestelle. Dort fielen mir die Augen von allein zu.

Ein guter Tag für einen Entlebucher, sagt euch eure Eira.


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