Heute etwas später

Heute etwas später

Der Morgen begann wie fast immer: Der alte Mann verließ das Bett, legte einen kurzen Zwischenstopp an der Kaffeemaschine ein und wechselte anschließend mit seinem Kaffee aufs Sofa.

Danach änderte sich der Ablauf aber etwas. Der alte Mann fuhr zuerst ein paar Sachen aus dem Haus weg, obwohl er das normalerweise erst nach unserer Morgenrunde macht. Der Grund war wohl, dass Frauchen das Auto wieder brauchte. Deshalb starteten wir unsere Runde erst nach dem Frühstück, als die Sonne schon über den Berg geklettert war.

Die Gerüche waren trotzdem noch da, sodass ich unsere kleine Verspätung nicht weiter dramatisch fand. Als wir die Felder erreichten, sahen wir schon von Weitem eine Gruppe Menschen stehen.

Je näher wir kamen, desto mehr Hunde erkannte ich. Viele davon kannte ich. Trotzdem ging ich einfach mit dem alten Mann weiter. Warum ich das bei größeren Gruppen meistens lieber mache, habe ich heute in „Eira erklärt: Warum Entlebucher bei größeren Gruppen oft lieber weitergehen“ aufgeschrieben.

Wir haben unterwegs noch ein paar Kommandos geübt, aber eigentlich wurde es schon zu warm dafür. Trotzdem war es am Ende wieder eine ziemlich lange Runde geworden.

Der alte Mann arbeitete anschließend im Haus und fuhr noch einkaufen. Ich übernahm derweil das Hitzemanagement auf den kühlen Fliesen. Irgendjemand muss schließlich darauf achten, dass die Wohnung nicht überhitzt.

Am Nachmittag war es viel zu warm für eine große Runde. Deshalb haben wir im Haus Treibball geübt und sind erst am Abend noch zu einer kurzen Runde für das Geschäftliche aufgebrochen. Danach legten wir uns aufs Sofa und warteten auf Frauchens Rückkehr. Ich begrüßte sie natürlich mit einer ordentlichen, dynamischen Entlebucher-Begrüßung.

Ein guter Tag für einen Entlebucher, sagt euch eure Eira.


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